Aktionen im 3. Schuljahr


„Aus Korn wird Brot“ und unser Ausflug zur Mühle am Höxberg

Seit ein paar Wochen beschäftigen wir uns im Sachunterrricht mit dem Thema „Aus Korn wird Brot.“

 

Wir haben unsere heimischen Getreidearten (Weizen, Roggen, Gerste, Triticale, Hafer und Mais), aber auch Reis und Dinkel kennengelernt.

 

Auch haben wir ein Getreidekorn unter die Lupe gelegt. Erstaunt haben wir entdeckt, aus wie vielen Bestandteilen so ein kleines Korn besteht. Ein großer Teil des Korns heißt Mehlkörper. Daraus sollte wohl Mehl hergestellt werden können.

 

Natürlich wollten wir das ausprobieren. Mit einem Mahlstein, Kaffeemühlen und einer elektrischen Mühle haben wir aus Weizenkörnern Vollkornmehl hergestellt. Das war ganz schön anstrengend! Für das Backen von Quarkbrötchen hat unser selbst produziertes Mehl nicht ganz ausgereicht. Mit etwas gekauftem Vollkornmehl als Zusatz haben wir dann leckere und gesunde Quarkbrötchen gebacken.

 

Am Getreidekorn haben wir auch einen Bestandteil gesehen, der Keimling hieß. Kann ein Getreidekorn keimen? Wächst aus dem Korn neues Getreide? Auch das haben wir ausprobiert. Für zwei Wochen haben wir Getreidekörner auf Watte keimen und wachsen lassen bis es aussah wie eine kleine Wiese. Sogar richtig lange weiße Wurzeln sind gewachsen.

 

In unserer Getreidewerkstatt konnten wir dann noch viel mehr rund um das Thema „Aus Korn wird Brot“ erarbeiten.

 

Ein Highlight unserer Unterrichtsreihe war der Ausflug zur Windmühle am Höxberg in Beckum. Wir durften die Mühle sogar von innen besichtigen. Dazu mussten wir auf einer schmalen und steilen Treppe nach oben klettern. Ganz oben waren viele Zahnräder zu sehen. Angetrieben werden sie, wenn es draußen windig ist und sich die Flügel der Windmühle drehen. Dann werden im Inneren der Mühle die Mahlsteine bewegt und das Korn wird zu Mehl gemahlen. Um das Korn in der Mühle ganz nach oben zu bekommen, gab es einen Seilzug. Den durften wir ausprobieren und haben einen Sack mit Getreide durch eine kleine Klapptür hinaufgezogen. Wir mussten gut aufpassen, dass keiner durch die Klappe nach unten fiel. Außerdem waren in der Mühle Stationen aufgebaut. An diesen konnten wir Getreide dreschen, Spreu vom Weizen trennen (mit einem Fön als Windersatz) und Körner mit Steinen zermahlen. Dann ging es nach draußen. Wir hatten in einem kurzen Film gesehen, wie die Flügel der Windmühle mit Tüchern bespannt werden, damit der Wind die Flügel antreiben kann. Nun wollten wir uns die Flügel natürlich genauer ansehen. Die Flügel sind riesig: 11 Meter lang! Erstaunt waren wir, dass sich der obere Teil der Mühle, die Kappe, drehen lässt, damit die Flügel passend in den Wind gedreht werden können. Das Mauerwerk darunter steht natürlich fest. Noch etwas Erstaunliches haben wir erfahren: Die Mühlenmauern sind unten 1,40 Meter breit und oben 0,80 Meter breit gebaut. Und die Mühle hat zwei breite Eingänge. Durch diese sind früher die mit Getreidesäcken beladenen Pferdefuhrwerke auf der einen Seite hinein- und auf der anderen Seite wieder herausgefahren. So mussten sie nicht rückwärtsfahren.

 

Die Mühle wurde übrigens bereits 1853 erbaut. Einige von uns haben errechnet, wie alt die Mühle ist. Na, wisst ihr es auch?

 

Wir waren uns einig, dass wir in der Mühle viel Neues gelernt haben. An jedem Pfingstmontag ist übrigens „Mühlentag“. An diesem Tag kann jeder die Mühle am Höxberg – und auch viele andere Mühlen in Deutschland - besichtigen.